Aktuell gibt es keine laufenden Projektausschreibungen.
Die nächste Projektausschreibung ist anfangs 2027 zum Hauptthema Gemüsebau geplant.
Möchten Sie unsere nächste Projektausschreibung finanziell unterstützen oder ein spezifisches (laufendes) Projekt? Gerne informieren wir Sie über Ihre Möglichkeiten und unsere Tätigkeiten.
Die Müller-Thurgau Stiftung freut sich auf Projektanträge zu folgendem Thema:
«Innovative Methoden zur Stärkung der Baumgesundheit im Hochstammobstbau»
Einreichungstermin: 3. April 2026
Förderentscheid: 27. April 2026
Rahmenbedingungen:
Für Fragen: info@muellerthurgaustiftung.ch
Die Ergebnisse der Projekte, die von der Müller-Thurgau Stiftung unterstützt werden, stehen der Öffentlichkeit frei zur Verfügung. Die Veröffentlichung liegt in der Verantwortung der Projektträger. Die Stiftung macht in ihrer Berichterstattung ebenfalls auf die Projektergebnisse aufmerksam.
Müller-Thurgau Stiftung
c/o Branchenverband
Deutschschweizer Wein (BDW)
Meierhofstrasse 1
8820 Wädenswil
Schweiz
E-Mail: info@muellerthurgaustiftung.ch
Zeitraum: Januar 2027 – Dezember 2028
Partner: Agroscope (Lead), Union fruitière lémanique
Kurzbeschrieb: Der Apfelwickler (Cydia pomonella) ist der Hauptschädling im Schweizer Apfelanbau, wobei die direkten Bekämpfungsmöglichkeiten seit 2016 stark abgenommen haben. Die vorhandenen natürlichen Gegenspieler erzielen keine ausreichenden Populationsreduktion, oft sind insbesondere unbehandelte Hochstammbäume stark befallen. Die Schlupfwespe Mastrus ridens aus Kasachstan erreicht in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet hohe Parasitierungsraten und wurde in Frankreich bereits freigelassen. In der Schweiz ist eine Freilassung gebietsfremder Nützlinge jedoch in der Regel an einen vorgängigen Nachweis geknüpft. Ziel des Projekts ist es, von 2027 bis 2028 mittels eines Citizen-Science-Ansatzes in der Westschweiz (Kantone Genf und Waadt) zu untersuchen, ob M. ridens bereits durch natürliche Verbreitung etabliert ist. Mindestens 40 Betriebe und Privatpersonen werden mit Wellkartonstreifen ausgestattet, die im Sommer 2027 am Baumstamm angebracht und im Herbst zur Auswertung an Agroscope zurückgeschickt werden. Ergänzend wird in einem Feldversuch in der Ostschweiz der sogenannte Reservoir-Effekt unbehandelter Hochstammbestände quantifiziert: In vier Hochstammanlagen sowie in je vier Niederstammanlagen mit und ohne benachbarten Hochstammbäumen wird der Apfelwicklerbefall erfasst, um den Befallsgradienten in Abhängigkeit von der Distanz zum Hochstamm zu dokumentieren. Die Ergebnisse des Projekts liefern eine erweiterte Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Ansiedlung von M. ridens. Das beantragte Teilprojekt ist eingebettet in das bestehende Rahmenprojekt Schlupfwespen gegen Wickler im Obstbau und profitiert von einem Netzwerk mehrerer Institutionen bezüglich Infrastruktur, Fachexpertise und Wissenstransfer.
Finanziert durch die Rütli Stiftung und Linsi Foundation
Zeitraum: Juni 2026-Dezember 2027
Partner: Weinbauzentrum Wädenswil (Lead), Agroscope, Kantonale Fachstelle SG, Branchenverband St. Galler Wein, Winzer:in aus dem St. Galler Rheintal
Kurzbeschrieb:
Das Projekt untersucht, in welchem Ausmass die Winzerhandschrift die Charakteristik von Weinen aus dem St. Galler Rheintal beeinflusst. Frühere Terroirstudien zeigten deutliche Unterschiede zwischen Standorten, aber auch einen relevanten Einfluss individueller Vinifikationsentscheidungen. Ziel ist, diesen Winzerfaktor bis 2027 systematisch zu quantifizieren. Dazu werden identische Trauben aus einem St. Galler Rheintaler Rebberg verwendet, die nach einem standardisierten Protokoll von drei Winzer:innen vinifiziert werden. Zwei davon keltern am selben Standort. Anschliessend erfolgen analytische und sensorische Auswertungen. Erwartet werden messbare Unterschiede zwischen den Weinen sowie ein belastbares Verständnis des Winzerfaktors. Die Ergebnisse liefern wertvolle Grundlagen für Qualitätsentwicklung, Ausbildung, Beratung und regionale Profilierung. Der Mehrwert der Zusammenarbeit entsteht durch die Verbindung wissenschaftlicher Expertise (Agroscope), praxisnaher Vinifikation und Ausbildung (WBZW), regionaler Fachkenntnis (Fachstelle Rebbau SG) sowie breitem Branchennetzwerk (Branchenverband St. Galler Wein). Nur im Verbund können standardisierte Prozesse, fundierte Analytik und eine starke regionale Verankerung kombiniert werden.
Finanzierung durch die Stiftung St. Galler Landwirtschaft und einer weiteren Stiftung
Zeitraum: Juni 2026-Juni 2027
Partner: ETH Zürich (Lead), Bataillard AG, Lallemand, Anton Paar, Weinbauzentrum Wädenswil AG, Scherrer & Bühler
Kurzbeschrieb: Der Rückgang des Weinkonsums stellt die Wein- und Obstbetriebe vor grosse Herausforderungen. Gleichzeitig fehlen alkoholfreie Wein- und Traubenprodukte, die qualitativ überzeugen. Auch Obstsaftbetriebe geraten unter Druck, weil der hohe Zuckergehalt ihrer Produkte zunehmend kritisch gesehen wird. Dieses Projekt zielt darauf ab, eine neue Generation alkoholfreier Weine zu ermöglichen. Dafür sollen Hefen genutzt werden, die unter sauerstoffreichen Bedingungen keinen Alkohol bilden und Zucker vollständig abbauen. Das Projekt prüft die Machbarkeit und das Umsetzungspotenzial der Idee. Die Resultate stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Resultate können übernommen werden von interessierten Betrieben, um anschliessend in eigener Regie ihre Produkte zu entwickeln.
Finanzierung durch Krones AG, Zweifel 1898 AG, Jean-Paul Gaud SA und Innosuisses
Zeitraum: Juli 2026-Juni 2027
Partner: Agridea (Lead), Fructus, Agroscope
Kurzbeschrieb:Es werden Umfragen bei Landwirtschaftsbetrieben und Obstfachstellen zur Hochstamm-Gesundheit (Klima, Pflanzenschutz, etc.) durchgeführt, um die Herausforderungen und innovative Umsetzungs-Kniffs zu Lösungsansätzen zusammenzutragen. Diese werden mittels Literaturrecherche ergänzt. Die Ergebnisse aus einem Agroscope-Versuch zur Verwirrungstechnik in Hochstamm-Zwetschgen mit Passivdispensern werden aufbereitet.
Als Ergebnis des Projektes sollen Knowledge Nuggets (Bilder mit prägnanter Beschreibung im passenden Format für Swipe-Posts) mit aktualisierten Empfehlungen für die Hochstamm-Gesundheit entstehen. Diese können auf der neu entstehenden Wissensplattform Obst und Beeren veröffentlicht werden, weiter über die Kanäle von FRUCTUS, Agroscope und AGRIDEA kommuniziert werden und in die bald darauffolgende Überarbeitung der AGRIDEA-Hochstammbroschüre einfliessen.
Zeitraum: September 2026 – August 2028
Partner: ZHAW (Lead), SilvoCultura, Fachstelle Obstbau St. Gallen
Kurzbeschrieb: Die Mistel breitet sich trotz bestehender Empfehlungen zur direkten Bekämpfung zunehmend in Obstgärten aus. Starker Befall schwächt die Baumvitalität, reduziert Erträge und erhöht den Pflegeaufwand. Dadurch werden die Wirtschaftlichkeit und die ökologische Funktion bestehender Obstgärten und moderner Agroforstsysteme gefährdet.
Ziel des Projektes ist es, zentrale Faktoren der Mistelverbreitung zu identifizieren und gesamtheitliche Strategien zur Eindämmung zu entwickeln. Die Verbreitung wird durch ökologische und betriebliche Faktoren beeinflusst. Während Habitatqualität, Landschaftsstruktur und Vogelaktivität die Ausbreitung steuern, bestimmen Bewirtschaftung, Pflegepraxis sowie Wissen und Annahmen deren Kontrolle.
In einer Feldstudie auf Praxisbetrieben werden diese Einflussfaktoren systematisch erfasst und analysiert. Ökologische und betriebliche Aspekte werden im Rahmen zweier studentischer Arbeiten untersucht und zusammengeführt. Ergänzend wird in einem innovativen Pilotversuch geprüft, ob sich Mistelbefall mithilfe hochaufgelöster Luftbilder zuverlässig erkennen und kartieren lässt.
Die Zusammenarbeit mit Praxisbetrieben ermöglicht Felduntersuchungen unter realen Bedingungen. Über die Beratungsorganisation SilvoCultura können die Ergebnisse direkt in Praxis und Planung neuer Hochstamm- und Agroforstsysteme einfliessen.
Finanzierung durch die Linsi Foundation
Zeitraum: Januar 2026 – Dezember 2028
Partner: FIBL (Lead), Institute of Agroecological Science (IFA)
Kurzbeschrieb:
BioDiv III entwickelt und erprobt innovative Ansätze zur Förderung und Überwachung der Biodiversität im Obstbau. Im Zentrum stehen zwei Biodiversitätsfördermassnahmen – Sandwich-Streifen und Blühreservoire (Flower Reservoirs) – die hinsichtlich ihrer Wirkung auf Nützlingsinsekten, Ertrag und Wirtschaftlichkeit verglichen werden. Ergänzend wird mit BLOSSOM ein neuartiges Biodiversitäts-Monitoringsystem entwickelt und validiert, das Insekten mithilfe von Bildanalyse und Umwelt-DNA schnell, kostengünstig und ohne sie zu töten erfassen soll.
Die Müller-Thurgau Stiftung unterstützt das Arbeitspaket «Produktivität und Wissenstransfer». Dabei werden die Auswirkungen der beiden Biodiversitätsfördermassnahmen auf Ertrag und Wirtschaftlichkeit untersucht und die Erkenntnisse für die Praxis aufbereitet. Dazu gehören Produktivitätsmessungen in Obstanlagen, die betriebswirtschaftliche Bewertung der Anbausysteme sowie der Wissenstransfer über Feldtage, Fachpublikationen, Videos und wissenschaftliche Konferenzen.
Finanzierung durch den Migros-Genossenschafts-Bund
Zeitraum: April 2026-April 2028
Partner: ZHAW (Lead), swissmycel, Mycostrat, Obergrundhof Emmen, BoFru AG
Kurzbeschrieb:
Die Beikrautregulierung im Unterstock- und Baumscheibenbereich von Obst- und Rebkulturen stellt eine zentrale Herausforderung dar, da bestehende Verfahren ökologisch problematisch, arbeitsintensiv oder bodenschädigend sind. Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung einer plastikfreien, pilzgebundenen Mulchmatte aus regionaler Biomasse zur wirksamen Unkrautunterdrückung und gleichzeitigen Förderung der Bodenfunktionen.
Hierzu werden saprotrophe Pilze genutzt, um extensiv erzeugte Biomasse zu stabilen Mulchmatten zu binden. Die Wirksamkeit wird in ausgewählten Obst- und Weinbaubetrieben unter Praxisbedingungen mit konventionellen Mulch- und Pflegeverfahren verglichen. Erfasst werden Effekte auf Beikrautdruck, Bodenfeuchte, Bodenaktivität sowie die Zersetzungsdynamik.
Als Ergebnis werden belastbare Daten zur agronomischen Eignung und bodenökologischen Wirkung des Systems erwartet. Der Mehrwert der Zusammenarbeit liegt in der Verbindung von angewandter Forschung (ZHAW), pilzbiotechnologischer Expertise (Industriepartner) und praxisnaher Erprobung in Produktionsbetrieben, wodurch wissenschaftliche Qualität und hohe Praxisrelevanz sichergestellt werden.
Finanzierung durch Lidl
Zeitraum: Mai 2025-November 2026
Partner: Weinbauzentrum Wädenswil (Lead), databaum GmbH, Agroscope
Kurzbeschrieb:
Das mehrjährige und grosse Projekt VitiProtect verfolgt das Ziel ein KI-basiertes Prognosemodell für eine frühzeitige Erkennunung von falschem Mehltau im Rebbau zu entwickeln. Der Falsche Mehltau (Plasmopara viticola) ist eine bedeutende Pflanzenkrankheit im Weinbau, welche die Anwendung von hohen Mengen an Pflanzenschutzmitteln (PSM) erfordert. Bestehende Prognosemodelle wie Agrometeo sind oft ungenau, da sie regionale Wetterdaten verwenden, die nicht die mikroklimatischen Bedingungen der Rebflächen berücksichtigen. Das Projektziel beinhaltet die Entwicklung und Validierung eines KI-basierten Prognosemodells zur genaueren Vorhersage des Infektionsrisikos von Falschem Mehltau. Dies soll den Einsatz von PSM um 20-30% reduzieren. Dazu werden in über 90 unbehandelten Rebparzellen in der Schweiz Daten von Krankheitsdaten und Wetterdaten erhoben. Mit Hilfe dieser Daten werden zwei Prototypen des KI-Prognosemodells in den Jahren 2025 und 2026 entwickelt und validiert. Um die Prognosegenauigkeit des KI-Modells zu prüfen, werden in diesem Teilprojekt die Infektionsprognosen mit bestehenden Modellen (Agrometeo und RimPro) verglichen. Dabei werden genauere Vorhersagen des Infektionsrisikos erwartet, die
– zu einer Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmittel führen
– die Kosten und den Aufwand für Winzer:innen reduzieren
– die Akzeptanz in der Gesellschaft erhöhen und einen Beitrag zum Absenkungspfad der Politik leisten
Die Validierung des KI-Prototyps in SG ist ein Teilprojekt von VitiProtect, welches durch die Müller-Thurgau Stiftung und die grosszügige Spende einer weiteren Stiftung unterstützt wird.
Zeitraum: September 2024-April 2025
Partner: ZHAW (Lead), Kümin Weinbau und Weinhandel AG
Kurzbeschrieb: Bei der Weinherstellung fallen große Mengen an Traubentrester an als side stream, die häufig als Abfall behandelt werden. Gleichzeitig verursacht die weit verbreitete Verwendung von nicht biologisch abbaubaren Materialien in der Landwirtschaft erhebliche Umweltprobleme, insbesondere durch die Verwendung von Kunststoffen, die nicht abbaubar sind und zur Umweltverschmutzung beitragen. Das Ziel des Projektes ist eine Machrabkeitsstudie zur Entwicklung von Prozessen zur Herstellung biologisch abbaubarer Materialien aus Weintrester, als Mulch Folien oder feste Gegenstände verwendet werden können. Beabsichtigt sind die folgenden Arbeitsschritte: Sammlung und Verarbeitung; Formulierung; Produktion; Bioabbaubarkeitstest. Erwartetes Resultat: Nachweis der Machbarkeit zur Herstellung von biologisch abbaubaren Materialien aus Weintrester. Es entsteht ein Mehrwert durch die interdisziplinäre gesamtheitliche Zusammenarbeit verschiedener ZHAW Forschungsgruppen (Lebensmittelverpackung und Umweltbiotechnologie) und eines Praxisbetriebes.
Finanzierung mit Unterstützung der Gemeinden Küsnacht und Stäfa sowie einigen privaten Spenden.
Zeitraum: Mai 2024 – Mai 2026
Partner: Hochschule für Agrar-, Forst und Lebensmittelwissenschaften HAFL (Lead), Farngut
Kurzbeschrieb:
Diverse Studien zeigen, dass Mischkulturen für eine nachhaltige Landwirtschaft entscheidend sein können. Die technische Umsetzbarkeit und mögliche Vorteile von Mischkulturen für die landwirtschaftliche Praxis sind kaum erforscht. Diese Projekt testet die Praxistauglichkeit von drei Mischkultursystemen agronomisch im Feld. Das Projekt wurde im Jahr 2021 gestartet und befindet sich in seiner zweiten Phase, in welcher erste Beratungsgrundlagen erarbeitet werden sollen. Die Ergebnisse der Feldversuche müssen ausserdem die parallel dazuzu entwickelnde Robotik voranzutreiben. Im Feldversuch werden Gemüsskulturen im Streifenanbau, Reihenanbau und im Pixelanbau (50 x 50 cm) verglichen. Die optimale Anordnung der Gemüsearten erfolgt mithilfe eines hierfür entwickelten Algorithmus, welcher die Nachbarschaftsbeziehungen zwischen Pflanzenarten berücksichtigt. Der dreifach replizierte Feldversuch wird partizipativ und transdisziplinär von Akteuren aus der Praxis, Wissenschaft und Technik durchgeführt. Die Resultate werden verbreitet über verschiedenen Akteur-Netzwerke (Inforama, Rütti/Ins und Gemüsebauring Ins und Andere) . Es konnten bisher signifikante Unterschiede zwischen den Anbauverfahren aufgezeigt werden. Diese gilt es im Jahr 2024 zu bestätigen.
Finanzierung mit Unterstützung der Rütli-Stiftung.
Zeitraum: April 2024-Dezember 2024
Partner: ZHAW (Lead), Max Schwarz AG, Mulch 2.0, Sativa
Kurzbeschrieb:
Im Bereich Tomaten wird ein grösserer Pilot gestartet. Es soll eine Methode zur Erzeugung von signifikanten, marktfähigen Mengen «regenerativer Schweizer Passata» aus Schweizer Anbau entwickelt und getestet werden. Warum Tomaten? Der Anbau und die Produktion von Tomaten sind nicht nur in Europa, sondern weltweit von grosser wirtschaftlicher Bedeutung (Food and Agricultural Organization – FAOSTAT, 2023a). Die Tomate ist ein wichtiges landwirtschaftliches Produkt, das in Lebensmittel und in der Lebensmittelindustrie vielfältig verwendet wird. Ziel ist es, die pfluglose und maschinelle Mulch Anbaumethode zu erporben und damit eine nachhaltige Produktion von Tomaten für die Verarbeitung zu Passata zu gewährleisten. In Zusammenarbeit mit der Mulch 2.0 GmbH und Sativa werden insgesamt sechs bis acht ökologische Freiland-Tomatensorten auf einer Fläche von einem Hektar als Jungpflanzen ausgepflanzt. Dabei wird 1 Hektare mit sechs Sorten bepflanzt. Die Max Schwarz AG übernimmt die Jungpflanzenproduktion der benötigten 22.000 Tomatensetzlinge.
Finanzierung mit Unterstützung der TKB Jubiläums-Stiftung.
Zeitraum: April 2024-April 2025
Partner: Ebenrain Zentrum (Lead), CABI Delémont, Schürhof (Aesch), Maschinen- und Saatguthersteller
Kurzbeschrieb:
Die faunistische Artenvielfalt in Spezialkulturen ist eng gekoppelt an die Artenvielfalt der in einer Fläche und in ihrer Nähe vorkommenden Flora. In Kern- und Steinobst Niederstamm-Anlagen ist es jedoch sehr schwierig, Flächen mit höherer Flora-Vielfalt anzulegen bzw. diese zu pflegen (Raum sehr begrenzt; Spezialmaschinen nötig; mehr Zeitaufwand; erhebliche Zusatzkosten; oft Mäuseschäden).
Nebst den relativ gut erforschten – aber in der Praxis nicht beliebten und kaum verbreiteten Nützlingsstreifen in der Mitte der Fahrgassen – ist es auch möglich, in der Mitte der Baumstreifen einen rund 30 cm breiten Grünstreifen zu belassen, der als «Sandwich-Steifen» bezeichnet wird. Traktorbetriebene Fadenmulchgeräte stehen erst seit Kurzem zur Verfügung.. Die Praktiker zögern, Sandwich-Streifen zu etablieren, weil es noch keine Versuchsresultate gibt, die zeigen, dass diese Methode ausreichend praxisfreundlich und tatsächlich auch biodiversitätsfördernd ist. Das Projekt beantwortet die entscheidenden offenen Fragen mit einem Feldversuch auf einem dafür gut ausgerüsteten Praxisbetrieb. Die on farm-Versuchsanlage und Methodik konnte 2023 in der ersten Projektphase erfolgreich aufgebaut werden. Erste Ergebnisse versprechen praxisrelevante Resultate. Hauptziel des Versuches ist es den komparativen Nutzen betreffend Biodiversität und die praktische Machbarkeit der Methode zu prüfen (Kürzel: ‘Biodiv-Fruit II’).
Finanzierung mit Unterstützung des Migros-Genossenschafts-Bundes.
Zeitraum: April 2023 – März 2024
Partner: Ebenrain Zentrum (Lead), CABI Delémont, Betrieb Paul Nussbaumer (Aesch), Maschinen- und Saatguthersteller
Kurzbeschrieb:
Die faunistische Artenvielfalt in Spezialkulturen ist eng gekoppelt an die Artenvielfalt der in der Nähe und in der Fläche vorkommenden Flora. In Kern- und Steinobst Niederstammanlagen ist es jedoch sehr schwierig, Flächen mit höherer Flora-Vielfalt anzulegen bzw. diese zu pflegen (Raum sehr begrenzt; Spezialmaschinen nötig; mehr Zeitaufwand; erhebliche Zusatzkosten; oft Mäuseschäden). Nebst den relativ gut erforschten – aber in der Praxis nicht beliebten und kaum verbreiteten Nützlingsstreifen in der Mitte der Fahrgassen – ist es auch möglich, genau in der Mitte der Baumstreifen einen rund 30 cm breiten Grünstreifen zu belassen, der als «SandwichSteifen» bezeichnet wird. Allerdings sind erst seit rund 3 Jahren traktorbetriebene Fadenmulchgeräte erhältlich mit denen der Sandwich-Streifen wenn nötig um Baumstämme, Pfosten etc. effizient gemulcht werden kann. Trotzdem zögern die Praktiker, Sandwich-Streifen zu etablieren, weil es noch keine Versuchsresultate gibt, die zeigen, dass diese Methode ausreichend praxisfreundlich (auch betr. unerwünschten Nebenwirkungen und betr. Kosten) und tatsächlich auch biodiversitätsfördernd ist. In diesem Projekt wollen wir diese entscheidenden offenen Fragen mit einem Feldversuch auf einem dafür gut ausgerüsteten Praxisbetrieb beantworten.
Finanzierung mit Unterstützung des Migros Genossenschafts Bundes
Zeitraum: April 2023 – März 2025
Partner: Ebenrain Zentrum (Lead), Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), Agroscope, BIOSA Switzerland GmbH, Bachelorarbeiten
Kurzbeschrieb:
Für die Obstbau-Beratung und Praxisbetriebe ist es zwingend, dass die Hypothesen der Regenerativen Landwirtschaft (RL) fundierter auch für Obstkulturen untersucht werden, denn wissenschaftliche Resultate sind praktisch nicht vorhanden und bisherige Resultate scheinen teilweise von Wunschdenken geprägt. In diesem Projekt wird in einer bestehenden Obstanlage (Tafelkirschen) ein Versuch angelegt mit Elementen der RL in den Baumstreifen: i) Komposteinsatz; ii) Winterbegrünung; iii) Zugabe von Effizienten Mikroorganismen. Diese Elemente werden in insgesamt 8 Kombi-Verfahren und mit 3 Wiederholungen getestet. Die zu prüfende Hypothese lautet, dass diese Komponenten, alleine oder in Kombination, die Bodenfruchtbarkeit (biologisch, chemisch, physikalisch) verbessern sowie damit verbunden auch die Baumleistung in Bezug auf Ertrag und Fruchtqualität. Zur Bestimmung der Bodenfruchtbarkeit werden anerkannte moderne Methoden verwendet.
Finanzierung mit Unterstützung des Migros-Genossenschafts-Bundes
Zeitraum: April 2023 – März 2025
Partner: Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL (BFH) (Lead), Swiss No-Till, Betrieb Occhini & Löffel (Ins), Fachstelle Boden Kanton Bern, Inforama Seeland, Agroscope
Kurzbeschrieb:
Kurzbeschrieb:
Im intensiven Gemüsebau wird der Boden durch eine schnell aufeinander folgende Fruchtfolge sowie regelmässige Bodenbearbeitung durch pflugbetonte Anbaumethoden stark beansprucht. Allerdings kann eine intensive Bodenbearbeitung in Verbindung mit einer geringen Bodenbedeckung zu erheblichen und irreversiblen Risiken im Boden führen. Im Seeland sind die Folgen einer intensiven Produktion in Form vor Bodenerosion, stehendem Wasser nach Niederschlägen oder einer dünner werdenden Humusschicht sichtbar. Ausserdem wird in den Hügelgebieten zunehmend Gemüse angebaut, was die Erosionsprobleme verschärft. Durch bodenschonende und regenerative Anbausysteme mit Gründüngungen sowie reduzierter Bodenbearbeitung soll die Bodenfruchtbarkeit erhöht, die Erosion reduziert und neue Anbausysteme in reduzierter Bodenbearbeitung entwickelt werden. Ziel dabei ist, dass die Qualität des Ernteguts den Schweizer Qualitätsbestimmung für Gemüse entspricht und mit konventionellen Anbausystemen mit Pflug vergleichbar ist. Die bisherig breitflächige und somit für die Erosion anfällige Bodenbearbeitung im Gemüsebau soll durch Streifenbearbeitung reduziert und bei gesäten und gepflanzten Gemüsekulturen analysiert werden. Für Wurzelgemüse wie Sellerie und gesäte Kulturen wie Zwiebeln fehlen bis jetzt erfolgreiche Konzepte.
Finanzierung mit Unterstützung des Migros Genossenschafts Bundes.
Zeitraum: Juli 2022 – Januar 2024
Partner: ZHAW (Lead), Agroscope, Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP), Schweizer Obstverband (SOV)
Kurzbeschrieb:
In Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt Agroscope, dem Verband Schweizer Gemüseproduzenten VSGP und dem Schweizer Ostverband SOV wird von ausgewählten Gemüse- und Obstbaubetrieben anhand einer Stoffflussbilanzierung eine C-Bilanz erstellt. Diese gibt Auskunft über die Kohlenstoffflüsse und Kohlenstoffspeicherung auf Gemüse- und Obstbaubetrieben. Unter Zuzug der Erfahrungen von Agroscope aus der Modellierung landwirtschaftlicher Böden in der Schweiz wird diese Bilanz mit weiteren Zweigen der Schweizer Landwirtschaft verglichen und beurteilt. Mittels Befragung ausgewählter Betriebe unter Mithilfe des VSGP und des SOV werden die Erfahrungen der Betriebe bezüglich der Humusentwicklung, deren Bedeutung und der Verbesserungsmöglichkeiten ihrer Böden bzw. deren Fruchtbarkeit erhoben. Die Betriebsleitenden bewerten im Weiteren Empfehlungen aus einer Liste von Massnahmen für eine humussichernde bzw. -aufbauende Bewirtschaftung. Aus den Auswertungen und Praxiserfahrungen sollen Best-Practice-Vorschläge für Gemüsebaubetriebe für einen nachhaltigen Humusaufbau ohne massgebliche ökonomischen Zusatzaufwendungen formuliert werden Bei der Obst- wie auch der Gemüseproduktion beschränkt sich die Untersuchung auf die flächenmässig wichtigsten Kategorien, das heisst, beim Obst bspw. auf Niederstammanlagen, ohne Einbezug des Beerenobstes.
Finanzierung mit Unterstützung des Migros Genossenschafts Bundes.
Zeitraum: Juli 2022-Januar 2024
Partner: ZHAW (Lead), Agroscope, Branchenverband Deutschschweizer Wein (BDW)
Kurzbeschrieb:
In diesem Projekt werden am Beispiel der Sorte Souvignier gris Massnahmen umgesetzt, um Zusammenarbeit mit dem Branchenverband Deutschschweizer Wein wird von ausgewählten Weinbaubetrieben anhand einer Stoffflussbilanzierung eine C-Bilanz erstellt. Diese gibt Auskunft über die Kohlenstoffflüsse und Kohlenstoffspeicherung auf Weinbaubetrieben mit unterschiedlicher Grösse und geographischer Lage. Unter Zuzug der Erfahrungen von Agroscope aus der Modellierung landwirtschaftlicher Böden in der Schweiz wird diese Bilanz mit weiteren Zweigen der Schweizer Landwirtschaft verglichen und beurteilt. Befragungen von Winzern sollen Auskunft geben, welche Relevanz ihre Bewirtschaftungspraxis für die Thematik Carbonfarming bzw. Humussicherung hat. Dieses Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Projekt für den Gemüse- und Obstbaubetrieben.
Finanzierung mit Unterstützung des Branchenverbandes Deutschschweizer Wein (BDW) und der Müller-Thurgau Stiftung.
Zeitraum: Juni 2021 – März 2023
Partner: Hochschule für Agrar-, Forst und Lebensmittelwissenschaften HAFL (Lead), Farngut, Honesta
Kurzbeschrieb:
Diverse Studien zeigen, dass Mischkulturen entscheidend für eine nachhaltige Landwirtschaft sein können. Die technische Umsetzbarkeit und mögliche Vorteile von Mischkulturen sind für die landwirtschaftliche Praxis jedoch kaum erforscht. Entsprechende Arbeiten wurden im Jahr 2021 gestartet. In diesem Projekt werden drei Mischkultursysteme agronomisch im Feld getestet. Im Streifenanbau werden verschiedene Gemüsekulturen in jeweils 3 m breiten Streifen angebaut, im Reihenanbau in 50 cm breiten Reihen, und im Pixelanbau werden die Kulturen pixelweise (60 x 60 cm) gemischt. Die optimale Anordnung der Pflanzen erfolgt mithilfe eines hierfür entwickelten Algorithmus, welcher die Nachbarschaftsbeziehungen zwischen Pflanzenarten berücksichtigt. Der dreifach replizierte Feldversuch wird partizipativ und transdisziplinär von Akteuren aus der Praxis, Wissenschaft und Technik entwickelt und durchgeführt. Resultate zu Ernteertrag und -qualität, Wasserhaushalt, Arbeitsaufwand, Bodenqualität und Insektenvielfalt, sowie die Bewertung der Mechanisierbarkeit, werden über die verschiedenen Akteur-Netzwerke breit gestreut, um die Chancen und Risiken sowie die Machbarkeit mit der Praxis zu diskutieren und innovative, nachhaltige Lösungen anzustreben. Die Ergebnisse der Feldversuche dienen auch als Grundlage für die zu die Entwicklung der Robotik, die für eine effiziente Bewirtschaftung nötig sein wird.
Finanzierung mit Unterstützung der Rütli-Stiftung.
Zeitraum: Oktober 2021 – Dezember 2023
Partner: Fructus (Lead), Agroscope, BLW, Strickhof, Obstbau Bönler, Bioreba
Kurzbeschrieb:
Die Apfeltriebsucht und der Birnenverfall werden von Phytoplasmen verursacht (bakterienähnliche Mikroorganismen) und von Blattsaugern (Zikaden) übertragen. Diese Krankheitserreger bereiten vor allem Hochstammanlagen und manchmal auch Niederstammanlagen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zunehmend Probleme. Bäume mit resistenten Veredlungsunterlagen sind der vielversprechendste Ansatz, um mit diesem Problem umzugehen. Das Projekt beinhaltet die on farm-Prüfung bisher in der Schweiz nicht verfügbarer Veredlungsunterlagen.
Finanzierung mit Unterstützung der Stiftung Technische Obstverwertung und der Acata Treuhand Immobilien Wädenswil.
Zeitraum: Januar 2022 – Mai 2024
Partner: ZHAW (Lead), Weinkonzepte Bättig, Weinbauzentrum Wädenswil
Kurzbeschrieb:
In diesem Projekt werden am Beispiel der Sorte Souvignier gris Massnahmen umgesetzt, um der Weinbranche die Qualität pilzwiderstandsfähiger Traubensorten (Piwi-Sorten) noch besser zugänglich zu machen. Ihre Verbreitung soll dadurch unterstützt werden, denn diese Sorten eignen sich besonders für einen noch nachhaltigeren Anbau, weil sie nur minimal gespritzt werden müssen. Die Weinbereitung ist aber noch mit zahlreichen Fragen verbunden. Ziel ist die Entwicklung von Best-Practice-Beispielen im Rahmen eines wissenschaftlich abgestützten Weinwettbewerbs (Ko-Kreation von Weinbereitungsprotokollen mit Praxisbetrieben). Die Siegerweine werden an den Wädenswiler Weintagen 2023 gekürt und anschliessend als Deguset für die Ausbildung zur Verfügung gestellt.
Finanzierung mit Unterstützung der TKB Jubiläums-Stiftung.
Zeitraum: Juni 2021 – März 2023
Partner: Agroscope Wädenswil (Lead), Changins und Liebefeld, Weinbauzentrum Wädenswil, Konsument*innen
Kurzbeschrieb:
Weine aus für einen nachhaltigeren Anbau besonders geeigneten pilwiderstandsfähigen Traubensorten (PiWi-Sorten) decken einen unbedeutender Teil des Marktes ab, obwohl Expertinnen und Experten diese Weine oft als gut bewerten. Das Ziel dieser Fallstudie ist es, die Konsumentinnen und Konsumenten in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz besser zu verstehen mittels Verkostungen und Interviews. Daraus sollen Empfehlungen resultieren, wie die Weine optimal vermarktet werden können.
Finanzierung mit Unterstützung der TKB Jubiläums-Stiftung.
Zeitraum: Juli 2020 – Januar 2022
Partner: Weinbauzentrum Wädenswil (Lead),
Agroscope, ZHAW
Kurzbeschrieb:
Grossflächige Prüfung der Wirksamkeit einer neuen Pflanzenschutzstrategie im Weinbau mit dem Ziel, das Potenzial für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln im Wein sehr stark zu reduzieren.
Finanzierung mit Fondation Sur La Croix.
Zeitraum: Juli 2020 – September 2021
Partner: ZHAW, Weinbauzentrum Wädenswil, Agroscope
Kurzbeschrieb:
Verbesserung der Fängigkeit einer neuen Falle für die Kirschessigfliege, die mittels Drohnenbasierter Fotographie ausgewertet wird.
Finanzierung mit Fondation Sur La Croix.
Zeitraum: Juni 2021 – Dezember 2023
Partner: Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg (Lead), Agroscope Wädenswil und Reckenholz, Student*innen Hochschulen und/oder ETH
Kurzbeschrieb:
Einsatz von bodenbürtigen Mikroorganismen zur Steigerung der Erträge, zur effizienteren Nährstoff- und Wassernutzung und zur Erhöhung der Krankheitsresilienz im Gemüsebau. Einsatz von selektierten Mykorrhiza- und Trichodermastämmen in stark gemüsebaulich beanspruchten Böden mit Stangensellerie-, Knollensellerie- und Wurzelpetersilienkulturen.
Finanzierung mit Unterstützung der TKB Jubiläums-Stiftung.